Bei der diesjährigen Junioratswoche, die vom 09.07. – 13.07.2010 im Seminarhaus St. Klara, Vöcklabruck stattfand, traf sich eine Gruppe von 15 Schwestern aus 14 Gemeinschaften und 10 Nationen zum Thema „Was bezeugen wir durch unsere Ordengelübde?“ Diese buntgemischte Gruppe auch im Alter zwischen 23 und 56 Jahren brachte sehr viel Lebendigkeit und Dynamik mit und hat sich wirklich auf das Thema eingelassen. Referent P. Lutz Müller zeigte seine Flexibilität und ging auf die Wünsche der Teilnehmerinnen ein. Er verstand es, durch entsprechende Methoden die Schwestern in das Boot zu holen und sie persönlich anzusprechen.
Mit Hilfe von Symbolen wie Nüsse, Federn, Murmeln, tasteten dich die Schwestern an das Thema „Gelübde“ heran und tauschten die Gedanken im Plenum aus. An den folgenden Tagen wurden die Gelübde „Was bezeugt unsere Armut?“ „Was bezeugt unser Gemeinschaftsleben?“ „Was bezeugt unsere Keuschheit?“ und „Was bezeugt unser Gehorsam?“ eindrucksvoll behandelt.
Zu Beginn eines Themas gab es eine theoretische Grundlegung in Form eines biblisch-theologischen Impulses und wurde an Hand verschiedener Modelle des 20. Jahrhunderts die Entwicklung des Gelübdes in den Ordensgemeinschaften und die Erfahrungen zum Gelübde aus dem Buch von Dr. Katharina Kluitmann „Die Letzte macht das Licht an“ dargestellt.
In Triaden (Erzählerin, Zuhörerin und Beobachterin) konnte das Thema vertieft werden. Das Grundkonzept war, dass eine fragt, eine antwortet und die Dritte beobachtet und stoppt die Zeit. Im Anschluss wurde im Plenum über die Gesprächsführung in den Gruppen berichtet. Anschließend war eine neue Herausforderung in den einzelnen Altersgruppen zum Thema eine Skulptur bzw. Standbild darzustellen. Die anderen interpretierten diese Darstellung. In einer weiteren Methode wurde das Thema im „Fishbowl“ vertieft. In einem kleinen Innenkreis wurde das Thema diskutiert, nur in diesem Kreis durfte gesprochen werden. Wer ein Statement einbringen wollte, musste vom Außenkreis in die Mitte gehen. Ein passender Text von Andreas Knapp fasste die Gedanken zum entsprechenden Gelübde zusammen. So rundete sich das Thema immer wieder ab.
Teilnehmer Junioratswoche Juli 2010
Die Schwestern empfanden die Tage als sehr wertvoll und bestärkten sich im Miteinander. Zufrieden und dankbar über diese gelungenen Tage fuhren sie gestärkt nach Hause.
